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Sanierungsbedürftiges Haus verkaufen in Ulm: Zustand, Preis und passende Käufer

Kronen Immobilien · Stand 27.10.2026 · 12 Min. Lesezeit

Alte Fassade mit Fensterläden und Putzschäden
Karel Toman, DEKRA-zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung (D1)

Fachlich geprüft von Karel Toman
DEKRA-zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung (D1), Inhaber von Kronen Immobilien

Kurz beantwortet

Ein sanierungsbedürftiges Haus in Ulm lässt sich gut verkaufen, wenn der Zustand ehrlich dokumentiert, der Sanierungsaufwand grob beziffert und der Angebotspreis daraus nachvollziehbar abgeleitet wird. Große Sanierungen vor dem Verkauf rechnen sich für Eigentümer selten, sinnvoll sind Räumung, Reinigung und kleine Reparaturen. Käufer sind vor allem Familien mit handwerklichem Geschick, Selbstnutzer mit Förderkredit und Investoren. Wichtig für die Haftung: Bekannte Mängel gehören offen in Exposé und Kaufvertrag. Persönlich vor Ort berät Sie Kronen Immobilien als Ihr Haus verkaufen in Ulm.

Wann ein Haus als sanierungsbedürftig gilt

Von einem sanierungsbedürftigen Haus spricht man, wenn mehrere große Bauteile das Ende ihrer üblichen Nutzungsdauer erreicht haben oder wenn Schäden die Nutzung beeinträchtigen. In Ulm betrifft das häufig Einfamilien- und Reihenhäuser aus den 1950er bis 1970er Jahren, die seit dem Bau nur punktuell modernisiert wurden. Typisch sind eine alte Öl- oder Gasheizung, einfach verglaste Fenster, ein ungedämmtes Dach und Leitungen aus der Bauzeit.

BauteilÜbliche NutzungsdauerWoran Käufer den Zustand erkennen
Heizkesseletwa 20 bis 30 JahreTypenschild, Protokoll des Schornsteinfegers
Fensteretwa 30 bis 40 JahreEinfachglas, beschlagene Scheiben, verzogene Rahmen
Dacheindeckungetwa 40 bis 60 Jahreverschobene Ziegel, Moos, feuchte Stellen im Dachboden
Elektriketwa 40 Jahrealter Sicherungskasten, wenige Steckdosen, zweiadrige Leitungen
Wasser- und Abwasserleitungenetwa 40 bis 50 Jahreverzinkte Rohre, Rost, geringer Wasserdruck
Bäderetwa 25 bis 30 JahreFliesen und Sanitär aus der Bauzeit

Die Tabelle zeigt grobe Erfahrungswerte. Ein Haus mit alter Heizung und alten Fenstern ist nicht automatisch ein Sanierungsfall, wenn Dach, Keller und Leitungen in Ordnung sind. Entscheidend ist das Gesamtbild, und genau das möchten Kaufinteressenten möglichst früh verstehen.

Sanierungsbedürftiges Haus verkaufen in Ulm: alter Ortskern von Ulm-Lehr mit Kirche
Alter Ortskern von Ulm-Lehr

Drei Wege: so verkaufen, teilweise renovieren oder sanieren

Viele Eigentümer stehen vor der Frage, ob sie vor dem Verkauf noch Geld in das Haus stecken sollen. Die Antwort hängt vom Zustand, vom verfügbaren Kapital und von der Zeit ab. Ein Überblick:

WegVorteileNachteile
Im aktuellen Zustand verkaufenkein Kapitaleinsatz, schneller Start, Käufer gestaltet nach eigenem GeschmackKäufer kalkuliert Sanierung und Risiko im Preis ein
Kleine Arbeiten erledigenbesserer erster Eindruck, geringe Kosten, kurze Vorbereitungszeitändert wenig an der Bausubstanz
Umfassend sanierenHaus spricht mehr Käufer anhohe Kosten, Handwerkerengpässe, Monate Verzögerung, Mehrerlös oft geringer als Aufwand

Aus unserer Erfahrung in Ulm ist der erste oder zweite Weg für die meisten Verkäufer der richtige. Eine Komplettsanierung lohnt sich vor allem für Eigentümer, die das Haus anschließend selbst weiter nutzen oder langfristig vermieten möchten. Wer verkaufen will, überlässt die großen Entscheidungen besser dem Käufer, der Grundriss, Ausstattung und Heizsystem nach eigenen Vorstellungen wählen möchte.

Sanieren oder so verkaufen, wie es ist? Wir besprechen beide Wege mit Ihnen vor Ort.

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Wer in Ulm unsanierte Häuser kauft

Die Käufergruppe für renovierungsbedürftige Häuser ist größer, als viele Eigentümer erwarten. Gerade in einer Stadt mit knappem Bauland wie Ulm sind ältere Häuser für viele Familien der realistische Weg ins Eigenheim.

  • Familien mit Eigenleistung: Handwerklich begabte Käufer übernehmen Malerarbeiten, Böden oder den Innenausbau selbst und vergeben nur die großen Gewerke.
  • Selbstnutzer mit Förderung: Wer ein Haus mit schlechter Energieeffizienz kauft und saniert, kann Förderkredite und Zuschüsse des Bundes nutzen. Für viele junge Familien wird ein Altbau dadurch attraktiv.
  • Kapitalanleger: Sie kaufen, sanieren und vermieten. Ihr Blick gilt der Rendite, sie rechnen sehr genau.
  • Projektentwickler: Bei großen Grundstücken in gefragten Ulmer Lagen interessieren sich Bauträger für Abriss und Neubau mehrerer Wohneinheiten.

Jede dieser Gruppen braucht andere Informationen. Familien fragen nach Schulen, Garten und Platz, Anleger nach Mietpotenzial und Kosten, Bauträger nach Baurecht. Ein gutes Exposé spricht die passende Zielgruppe gezielt an.

Gebäudeenergiegesetz: Was auf den Käufer zukommt

Wer ein Ein- oder Zweifamilienhaus kauft, muss nach dem Gebäudeenergiegesetz innerhalb von zwei Jahren nach dem Eigentümerwechsel bestimmte Nachrüstungen vornehmen. Dazu zählen die Dämmung der obersten Geschossdecke oder des Daches, die Dämmung ungedämmter Heizungs- und Warmwasserleitungen in unbeheizten Räumen und der Austausch alter Heizkessel mit Konstanttemperaturtechnik, die älter als 30 Jahre sind. Diese Pflichten treffen den neuen Eigentümer, nicht den Verkäufer.

Für Sie als Verkäufer ist das trotzdem wichtig: Informierte Käufer rechnen diese Kosten in ihr Angebot ein. Je klarer Sie den Ist-Zustand belegen, etwa mit dem Alter des Kessels und Angaben zur Dämmung, desto genauer kann der Käufer kalkulieren, und desto seltener kommt es kurz vor dem Notar zu Nachverhandlungen. Hilfreich ist auch ein individueller Sanierungsfahrplan, falls einer vorliegt. Er zeigt Schritt für Schritt, welche Maßnahmen sinnvoll sind.

Mehr zum Energieausweis, den Sie beim Verkauf in jedem Fall brauchen, lesen Sie im Artikel Energieausweis beim Hausverkauf in Ulm.

So wird der Wert eines renovierungsbedürftigen Hauses ermittelt

Bei älteren Häusern macht der Grundstückswert oft einen großen Teil des Gesamtwerts aus. Ausgangspunkt ist deshalb der Bodenrichtwert, den der Gutachterausschuss der Stadt Ulm veröffentlicht. Hinzu kommt der Wert des Gebäudes, der sich aus Baujahr, Bauweise, Wohnfläche und Ausstattung ergibt. Von diesem Gebäudewert zieht der Sachverständige den Instandhaltungsrückstau ab, also die Kosten, die nötig sind, um das Haus in einen zeitgemäßen Zustand zu bringen.

In der Praxis vergleicht man das Ergebnis zusätzlich mit tatsächlich erzielten Kaufpreisen ähnlicher Häuser im gleichen Stadtteil. Diese Kombination aus Sachwert und Vergleich ist bei Sanierungsobjekten besonders aussagekräftig. Ein häufiger Fehler ist es, Sanierungskosten doppelt abzuziehen oder den Grundstückswert zu unterschätzen. Ein anderer ist das Gegenteil: ein Angebotspreis, der den Zustand ausblendet und dann monatelang auf den Portalen steht.

Wie wir dabei vorgehen und was eine Bewertung umfasst, erfahren Sie auf unserer Seite Immobilienbewertung in Ulm.

Unterlagen, die bei älteren Häusern besonders zählen

Bei einem Haus mit Renovierungsbedarf entscheiden Unterlagen oft darüber, ob ein Käufer Vertrauen fasst. Sammeln Sie alles, was den Zustand und die bisherigen Arbeiten belegt:

UnterlageWarum sie wichtig ist
Baupläne und Baugenehmigungzeigen Grundriss, Wandaufbau und genehmigte Nutzung; Kopien gibt es bei der Bauakte der Stadt Ulm
Rechnungen über Modernisierungenbelegen, was wann erneuert wurde, etwa Fenster, Heizung oder Dach
Protokoll des Schornsteinfegersnennt Baujahr und Messwerte der Heizung
EnergieausweisPflicht ab der Besichtigung, Kennwerte gehören in die Anzeige
Gutachten oder Handwerkerangebotebeziffern den Aufwand für Dach, Heizung oder Feuchtigkeit
Wohnflächenberechnungbei älteren Häusern oft ungenau, eine neue Aufmessung schafft Klarheit

Fehlt etwas, ist das bei älteren Häusern normal. Viele Unterlagen lassen sich nachträglich besorgen, wir übernehmen das für unsere Auftraggeber.

Mängel offenlegen: Haftung und Kaufvertrag

Gebrauchte Häuser werden üblicherweise unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft. Das schützt Sie aber nur bei Mängeln, die Sie selbst nicht kannten. Wer einen bekannten Mangel verschweigt, etwa einen feuchten Keller, einen Wasserschaden im Dach, Hausschwamm oder asbesthaltige Bauteile, handelt arglistig und haftet trotz Ausschluss. Im schlimmsten Fall kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten oder Schadensersatz verlangen.

Der sichere Weg ist Offenheit: Nennen Sie bekannte Mängel im Exposé, sprechen Sie sie bei der Besichtigung an und lassen Sie sie im Kaufvertrag aufführen. Viele Notare formulieren dafür einen eigenen Absatz. Für Käufer eines Sanierungsobjekts ist ein ehrlich beschriebener Mangel selten ein Grund abzuspringen, denn sie rechnen ohnehin mit Arbeit. Ärger entsteht fast immer dann, wenn Überraschungen erst nach dem Einzug auftauchen.

Was sich vor dem Verkauf lohnt

Mit überschaubarem Aufwand lässt sich der erste Eindruck deutlich verbessern. Diese Maßnahmen haben sich in Ulm bewährt:

  • Räumen und entrümpeln: Leere oder aufgeräumte Räume wirken größer und lassen Käufer eigene Ideen entwickeln.
  • Gründlich reinigen: Fenster, Böden, Bad und Küche sauber zu präsentieren, kostet wenig und wirkt viel.
  • Kleine Reparaturen: tropfende Wasserhähne, lose Fliesen, klemmende Türen und defekte Lampen beheben.
  • Garten und Eingang pflegen: Rasen mähen, Hecke schneiden, Zugang freiräumen. Der Weg zur Haustür prägt den ersten Eindruck.
  • Lüften und heizen: Ein leer stehendes Haus im Winter leicht temperieren, damit es nicht klamm wirkt.

Größere Investitionen wie ein neues Bad oder neue Fenster holen Verkäufer über den Kaufpreis meist nur teilweise zurück. Sinnvoller ist es, mit Handwerkern Angebote einzuholen und diese den Interessenten vorzulegen. So sieht der Käufer, mit welchem Aufwand er rechnen muss.

Exposé und Besichtigung: Potenzial sichtbar machen

Ein Sanierungsobjekt verkauft sich über seine Möglichkeiten. Gute Fotos bei Tageslicht, ein klarer Grundriss und ehrliche Beschreibungen sind die Basis. Ergänzend helfen Grundrissvarianten, die zeigen, wie sich etwa Küche und Esszimmer zusammenlegen lassen, oder Hinweise auf einen ausbaufähigen Dachboden. Luftbilder machen Grundstücksgröße und Lage verständlich.

Bei der Besichtigung führen wir Interessenten bewusst auch in Keller und Dachboden und beantworten Fragen zur Bausubstanz sachlich. Ernsthafte Käufer bringen bei einem zweiten Termin gern einen Handwerker oder Gutachter mit. Das begrüßen wir, denn wer vor dem Kauf genau hinsieht, verhandelt am Ende verbindlicher. Typische Fehler beim Verkauf und wie Sie sie vermeiden, beschreibt der Artikel Fehler beim Immobilienverkauf in Ulm.

Ihr Haus hat Renovierungsbedarf? Lassen Sie uns gemeinsam den richtigen Angebotspreis finden.

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Ältere Häuser in Ulmer Stadtteilen

Ältere Einfamilien- und Reihenhäuser finden sich in vielen Ulmer Stadtteilen. Am Kuhberg, am Michelsberg und in Söflingen stehen zahlreiche Häuser aus der Nachkriegszeit, häufig auf gut geschnittenen Grundstücken. Am Eselsberg und in Böfingen prägen Reihen- und Einfamilienhäuser der 1960er und 1970er Jahre das Bild. In Wiblingen, Jungingen, Lehr und den Ortsteilen wie Einsingen oder Ermingen gibt es ältere Bauernhäuser und Siedlungshäuser in gewachsenen Ortskernen.

Die Lage beeinflusst stark, wie Käufer den Sanierungsbedarf gewichten. In begehrten Wohnlagen mit kurzen Wegen in die Innenstadt, zur Universität oder zu den großen Arbeitgebern nehmen Käufer mehr Aufwand in Kauf. In Söflingen und der Altstadt kann zudem Denkmalschutz eine Rolle spielen. Er schränkt Umbauten ein, eröffnet Käufern aber steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten. Klären Sie den Status vorab bei der Stadt.

Altes Haus verkaufen in Ulm: Ortskern von Ulm-Jungingen von oben
Ulm-Jungingen von oben

Wenn die Substanz nicht mehr trägt: Abrisshaus und Grundstück

Manchmal ist ein Haus so stark sanierungsbedürftig, dass ein Neubau wirtschaftlicher wäre. Dann rückt das Grundstück in den Mittelpunkt. Entscheidend ist, was dort gebaut werden darf. Gibt es einen Bebauungsplan, regelt er Geschosszahl, Grundfläche und Dachform. Fehlt er, richtet sich die Bebaubarkeit danach, was sich in die nähere Umgebung einfügt. Eine Bauvoranfrage bei der Stadt Ulm kann Klarheit schaffen, dauert aber einige Wochen.

Für den Verkauf bedeutet das: Ein Haus mit großem Grundstück und guter Bebaubarkeit kann für Bauträger und Bauherren attraktiver sein als für Selbstnutzer, die sanieren möchten. Wir prüfen beide Käufergruppen und vermarkten so, dass Sie den besten Weg wählen können. Ein Abriss durch den Verkäufer vor dem Verkauf ist dagegen selten sinnvoll, weil er Kosten verursacht und Käufern die Wahl nimmt.

Der Verkauf Schritt für Schritt

  1. Bestandsaufnahme: Besichtigung von Keller bis Dach, Unterlagen sichten, Mängel notieren.
  2. Bewertung: Bodenwert, Gebäudewert und Sanierungsaufwand zu einem nachvollziehbaren Angebotspreis zusammenführen.
  3. Vorbereitung: Räumung, Reinigung, kleine Reparaturen, fehlende Unterlagen besorgen, Energieausweis erstellen lassen.
  4. Vermarktung: Exposé mit ehrlicher Zustandsbeschreibung, Fotos, Grundrissideen und Luftbildern.
  5. Besichtigungen: erst Vorgespräch, dann Termin vor Ort, auf Wunsch zweiter Termin mit Handwerker.
  6. Finanzierung prüfen: Finanzierungsbestätigung einholen, bei Sanierungskäufern auch das Budget für die Arbeiten.
  7. Notar und Übergabe: Mängel im Vertrag benennen, Übergabeprotokoll mit Zählerständen erstellen.

Alle Schritte rund um den Verkauf eines Hauses in der Stadt fasst unsere Seite Haus verkaufen in Ulm zusammen.

Faire Provision, auch für ältere Häuser

Bei einem Haus mit Renovierungsbedarf zählt jeder Posten, denn der Käufer kalkuliert die Sanierung bereits mit ein. Umso sinnvoller ist es, bei den Verkaufskosten anzusetzen. Kronen Immobilien berechnet Verkäufern in Ulm 2,5 % statt der verbreiteten 3,57 % Provision, fällig erst mit dem notariellen Kaufvertrag.

Der niedrigere Satz beruht auf unserer Arbeitsweise: geringe Fixkosten, ein kleines Inhaberteam ohne Filialapparat und digitale Abläufe von der Unterlagenbeschaffung bis zur Terminabstimmung. Bewertung, Exposé, Besichtigungen, Verhandlung und Notartermin sind vollständig enthalten.

Kronen Immobilien: Erfahrung mit älteren Häusern

Seit 1999 verkaufen wir in Ulm und Neu-Ulm auch Häuser mit Renovierungsbedarf, oft aus Erbschaften oder nach jahrzehntelanger Nutzung durch dieselbe Familie. Karel Toman, DEKRA-zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung (D1), bewertet die Bausubstanz und leitet einen Preis ab, den Käufer nachvollziehen können. Fabian Mair übernimmt Vermarktung, Besichtigungen und Verhandlung. Stammt das Haus aus einem Nachlass, finden Sie weitere Hinweise im Artikel Erbimmobilie verkaufen in Ulm.

Häufige Fragen

Kann ich ein sanierungsbedürftiges Haus in Ulm verkaufen?

Ja. Viele Käufer suchen gezielt ältere Häuser, die sie nach eigenen Vorstellungen modernisieren. Entscheidend sind ein realistischer Preis und eine ehrliche Zustandsbeschreibung.

Soll ich vor dem Verkauf sanieren?

Meist nicht. Große Sanierungen holen Verkäufer über den Preis selten vollständig zurück. Räumen, reinigen und kleine Reparaturen lohnen sich dagegen fast immer.

Wer kauft unsanierte Häuser?

Familien mit Eigenleistung, Selbstnutzer mit Förderkredit, Kapitalanleger und bei großen Grundstücken auch Bauträger.

Wie wird der Preis eines renovierungsbedürftigen Hauses ermittelt?

Aus Bodenwert und Gebäudewert, abzüglich des Instandhaltungsrückstaus, ergänzt um Vergleichspreise ähnlicher Häuser im Stadtteil.

Muss ich Mängel angeben?

Bekannte Mängel sollten Sie offenlegen und im Kaufvertrag nennen. Wer sie verschweigt, haftet trotz Gewährleistungsausschluss.

Was bedeutet Gewährleistungsausschluss?

Der Käufer kann wegen Mängeln, die beim Kauf vorhanden waren, keine Ansprüche geltend machen. Das gilt nur für Mängel, die der Verkäufer nicht kannte oder offengelegt hat.

Welche Pflichten hat der Käufer nach dem GEG?

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern muss er innerhalb von zwei Jahren die oberste Geschossdecke dämmen, Leitungen dämmen und alte Konstanttemperaturkessel über 30 Jahre austauschen.

Brauche ich einen Energieausweis für ein altes Haus?

Ja, spätestens zur Besichtigung muss er vorliegen. Ausnahmen gibt es nur für Baudenkmäler.

Welcher Energieausweis ist bei älteren Häusern nötig?

Bei Häusern mit bis zu vier Wohnungen und Bauantrag vor November 1977 meist der Bedarfsausweis, sofern der Wärmeschutz nicht nachträglich verbessert wurde.

Lohnt sich ein Gutachten zur Bausubstanz?

Bei Verdacht auf Feuchtigkeit, Schimmel oder Dachschäden kann ein Gutachten Käufern Sicherheit geben und Preisdiskussionen versachlichen.

Was mache ich mit einem feuchten Keller?

Ursache klären lassen, Angebot für die Abdichtung einholen und beides im Exposé offen darstellen.

Kann ich das Haus mit Inventar verkaufen?

Ja, das lässt sich im Kaufvertrag regeln. Für die meisten Käufer ist ein geräumtes Haus aber attraktiver.

Ist Asbest ein Verkaufshindernis?

Nein, wenn er bekannt ist und offengelegt wird. Käufer kalkulieren den fachgerechten Rückbau ein.

Wie lange dauert der Verkauf eines Sanierungsobjekts?

Mit realistischem Preis meist ähnlich lange wie bei anderen Häusern, oft einige Wochen bis wenige Monate bis zum Notartermin.

Bekommen Käufer Förderung für die Sanierung?

Ja, es gibt Förderkredite und Zuschüsse des Bundes für energetische Sanierung, teils speziell für Familien, die ältere Häuser kaufen.

Was ist, wenn ein Abriss wirtschaftlicher wäre?

Dann zählt vor allem das Grundstück. Wir sprechen neben Selbstnutzern auch Bauherren und Bauträger an.

Darf ich ein denkmalgeschütztes Haus verkaufen?

Ja. Käufer müssen den Denkmalschutz beachten, können Sanierungskosten aber steuerlich begünstigt absetzen.

Wer zahlt die Sanierung nach dem Verkauf?

Der Käufer. Er übernimmt das Haus im vereinbarten Zustand und plant die Arbeiten selbst.

Was kostet die Bewertung bei Kronen Immobilien?

Für Verkäufer ist die Bewertung kostenfrei und unverbindlich.

Wie hoch ist Ihre Provision?

Verkäufer zahlen bei Kronen Immobilien 2,5 Prozent, fällig erst mit dem notariellen Kaufvertrag.

Karel Toman, Kronen Immobilien, DEKRA-zertifizierter Sachverständiger

Karel Toman ist Inhaber von Kronen Immobilien in Neu-Ulm und DEKRA-zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung (D1). Als Immobilienmakler in Ulm und Immobilienmakler in Neu-Ulm begleitet das Team seit 1999 Eigentümer beim Verkauf, auch im Umland. Rechtliche und steuerliche Einzelfragen klären Sie bitte mit Notar, Anwalt oder Steuerberater.

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